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Anreise Tag 2 – Stuttgart-Irún

Deutschland, Frankreich, Spanien

Mit dem Sonnenaufgang werde ich wach und Vogelgezwitscher begrüßt mich. Es ist zwar noch viel zu früh, aber ich bin zu aufgeregt, um noch weiter zu schlafen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Stuttgarter Bahnhof. Bis Paris läuft alles entspannt und ohne Komplikationen. Wir kommen zwar 20 Minute später als geplant in Paris an, aber wir haben noch genügend Zeit, um zum anderen Bahnhof in Paris, für die Weiterfahrt, zu kommen. Deshalb entscheiden wir uns, zu Fuß zu gehen und uns quasi schon etwas auf das Wandern einzustimmen. Die Stadt ist voll und wir haben teilweise Mühe, uns durchzukämpfen. Es gelingt uns trotzdem, ein paar schöne Eindrücke von der Stadt der Liebe zu genießen. Als die Stimme von ,,Tante Google “ ertönt: ,,Sie haben ihr Ziel erreicht“, stehen wir ratlos auf einer riesigen Kreuzung und sehen weit und breit keinen Bahnhof. Panik macht sich breit. Haben wir uns verlaufen? Die Zeit ist knapp – nur noch 15 Minuten, bis unser Zug geht. Wir sehen ein Taxi und fuchteln wild mit den Armen in der Luft herum, um es zu stoppen. Es funktioniert! Wir schleudern unsere Rucksäcke in den Kofferraum und erklären dem Fahrer hektisch unsere Lage. Er versteht und manövriert uns souverän durch den chaotischen Verkehr. Ich beobachte auf der Navigationsanzeige mit klopfendem Herzen, wie die Minuten vergehen. . . Unglaublich, wie das Zeitgefühl sich schlagartig ändern kann. Immer wieder stoppen wir an den Ampeln und Baustellen. Die Anspannung steigt. Es ist fast unerträglich. Wir atmen tief ein und aus. Ein Mantra: Im Vertrauen bleiben, alles wird gut 5 Minuten vor Zugabfahrt erreichen wir endlich den Bahnhof und springen aus dem Taxi. Der Fahrer bekommt ein saftiges Trinkgeld, keine Zeit zum wechseln. Verdattert schaut er uns hinterher, wie wir in die Bahnhofshalle srürmen. Hektisch suchen wir nach unserem Gleis. Da, Gleis 1! Doch, was ist das? Eine elektronische Schranke versperrt uns den Zugang. Nein, auch das noch!? ,,Das Ticket!“ ruft Nici. Ich schmeiße meinen Rucksack auf den Boden, öffne die obere Tasche und ziehe die Tickets heraus. Jetzt einscannen! Es funktioniert! Wir stolpern die Rolltreppe hinunter und überspringen die letzten Stufen. Mit einem letzten, großen Satz landen wir in unserem Zug. Nicht einmal eine Minute später schließt sich hinter uns die Tür, während wir uns noch hechelnd und schwitzend beruhigen müssen. Nun haben wir erstmal 4,5 Stunden Zeit, um uns zu beruhigen. Morgen geht es dann endlich auf den Camino de Santiago. Dann sind nur noch 3 Dinge wichtig: LAUFEN, ESSEN, SCHLAFEN

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